HELLO! MY NAME IS

GOLDKRÖTE

DECKNAME

engl. Golden Toad, lat. Bufo periglenes

AUSSEHEN

  • bis zu 5 cm lang und 7 Gramm schwer
  • Männchen: kräftig orange
  • Weibchen: braun gestreift mit scharlachroten, gelb umrandeten Flecken
  • warzige, drüsenreiche Haut

VERHALTEN

  • lebte fast das ganze Jahr unter der Erde
  • zur Paarungszeit massenhaftes Auftreten an Regenwaldtümpeln
  • Männchen hatten einen starken Klammerreflex zur Paarungszeit
  • dadurch konnten leicht „Knäuel“ von bis zu zehn Männchen um ein Weibchen entstehen

LEBENSRAUM

  • dauerfeuchter Bergnebelwald im Norden Zentral-Costa Ricas
  • Vorkommen war begrenzt auf nur wenige Quadratkilometer

XTINCT SEIT

1989

LETZTE SICHTUNG

Monte Verde, Costa Rica

GRUND DES AUSSTERBENS

Ein extrem kleines Verbreitungsgebiet und eine kurze Laichzeit machten die Kröten anfällig. Wenn es zur Leichzeit allzu heftig regnete, konnten die Larven aus den Laichgewässern gespült und an Land verdriftet werden. Waren die Niederschläge hingegen zu gering, trockneten die Gewässer vorzeitig aus. Eine solche Katastrophe geschah 1987. Nur zwei Jahre später gelang der letzte Einzelfund der Goldkröte. Die Goldkröte gilt seither als das erste Opfer des Klimawandels: Durch die globale Erderwärmung nehmen extreme Wettererscheinungen zu. Hitze und Trockenheit verschlechtern die Lebensbedingungen vieler tropischer Lurcharten dramatisch. Die Haut der Lurche ist der erhöhten UV-Strahlung und häufigen Infektionen durch eingeschleppte Pilze nicht gewachsen.

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FOTO VON CHARLES H. SMITH

GOLDKRÖTE